Der Marchtaler Plan

Wie alle Schulen in Trägerschaft der Stiftung Katholische Freie Schule arbeitet auch das AMG nach dem Marchtaler Plan. Dieses reformpädagogische Konzept, das in den frühen 80er Jahren aus der Arbeit an der Lehrerfortbildungsakademie Obermarchtal entstand, ist inzwischen weit über die Grenzen der Diözese hinaus anerkannt.
Grundlegende Idee des Marchtaler Planes ist die ganzheitliche Förderung der individuellen Schülerin/des individuellen Schülers und die Förderung ihrer/seiner intellektuellen Fähigkeiten und ihrer/seiner Persönlichkeit. Dies schließt die Entwicklung von kommunikativen und sozialen Fähigkeiten ebenso ein wie die wertorientierte und religiöse Bildung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes.

Elemente des Marchteler Plans:

Morgenkreis

Der Morgenkreis findet immer am Montagmorgen in der ersten Stunde statt. In dieser Stunde beginnt die Klasse gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin oder ihrem Klassenlehrer die neue Schulwoche. Die Schüler/innen lernen dabei das genaue Hinhören und Hinsehen, sie erfahren die Stille, sie üben Konzentration und Sammlung, sie besinnen sich.

Inhalte des Morgenkreises können zum Beispiel sein:

  • biblische Erzählungen
  • Feste des Kirchenjahres
  • ethische Fragen
  • Übungen zur Stille
  • Erfahrung der Umwelt
  • Selbstdarstellung des Kindes


Vernetzter Unterricht

Der Vernetzte Unterricht Naturwissenschaften (VUN) soll einen die Fachgrenzen übergreifenden Zugang zum Gebiet der Naturwissenschaften insgesamt ermöglichen. Unmittelbare Erfahrung der uns umgebenden Phänomene und ihre Beobachtung sowie eigenes Tun, vor allem im Experiment, stehen im Vordergrund.

Beispiele für VUN-Einheiten sind:

  • Von Regen, Wind und Sonnenschein - Mensch und Wetter
  • Vom Schweben und Fliegen – wie die Natur es uns lehrt
  • Von Stoffen aller Art – Eigenschaften kennen und nutzen
  • Wir im Universum
  • Robotik und Automation
  • Von den Sinnen des Menschen – wie wir die Welt erleben

Vernetzen

Zusammenfügen, was zusammen gehört. Das geht am besten, indem man Themen in den Vordergrund stellt und keine Fachdisziplinen. Fachunterricht gibt es schließlich auch. 

Beispiel:
Die Armschwinge eines Vogels lässt sich nach biologischen Gesichtspunkten der Angepasstheit betrachten, zeichnen, analysieren, aber auch nach physikalischen, z.B. Strömungseigenschaften im Windkanal. Warum sollten diese Aspekte, eventuell sogar um Schuljahre zeitversetzt, in zwei oder drei verschiedenen Unterrichtsfächern behandelt werden?

Unterrichtsformen erweitern

Schüler/innen "machen lassen". Unter Anleitung und Einhaltung von Spiel - und Sicherheitsregeln können die Kinder probieren, optimieren, Erfahrungen sammeln. Zusammenfassen, strukturieren und inhaltlich kontextuieren liegt –  vor allem in den unteren Klassen – immer noch in den Händen der Lehrenden. Die Kinder werden kindgemäß behandelt, gefordert, aber nicht überfordert.

Naturwissenschaften "üben"

Fragen und beobachten, Hypothesen bilden, experimentieren nach Versuch und Irrtum, genau hinsehen und protokollieren, messen, zeichnen und konstruieren: Hinführung zu Deduktion und Modellbildung.

Freie Stillarbeit

In der Freien Stillarbeit (FSA) lernen die Schüler/innen eigenverantwortlich zu lernen, ihre Arbeit selbst zu planen und durchzuführen. Ihr persönlicher Wochenplan und der im Klassenzimmer ausgehängte Gesamtplan hilft ihnen bei der Organisation. Was man bearbeitet hat, landet in dem entsprechenden Ablagekasten als "Post" an den zuständigen Lehrer.

Die "vorbereitete Umgebung" des Klassenzimmers bietet Nachschlagewerke und andere Hilfsmittel, vor allem aber Stillarbeitsmaterial in den Fächern Mathematik, Biologie, Deutsch, Erdkunde und in den Fremdsprachen. So erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichsten Fachinhalte selbst. Wichtig ist dabei eine Arbeitsatmosphäre, die von Stille und Konzentration geprägt ist. Die persönlichen Arbeitsmittel, die man benötigt wie etwa Papier, Schere oder Klebestift sind im eigenen "Marchtal-Schränkchen" untergebracht, das sich jeder am Beginn der fünften Klasse selbst gebaut hat. Dieses Kästchen begleitet ihn durch seine gesamte Schulzeit.

Alle fertig bearbeiteten und vom Lehrer durchgesehenen Arbeitsergebnisse werden im eigenen FSA-Ordner gesammelt und sortiert. In der Mittelstufe wird die Freie Stillarbeit durch die Freien Studien (FS) abgelöst. Hier beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler jeweils dreimal pro Schuljahr mit ausgewählten Themen und Projekten.

Vernetzter Unterricht Naturwissenschaften

Der Vernetzte Unterricht Naturwissenschaften (VUN) soll einen die Fachgrenzen übergreifenden Zugang zum Gebiet der Naturwissenschaften insgesamt ermöglichen. Unmittelbare Erfahrung der uns umgebenden Phänomene und ihre Beobachtung sowie eigenes Tun, vor allem im Experiment, stehen im Vordergrund.

Beispiele für VUN-Einheiten sind:

  • Von Regen, Wind und Sonnenschein - Mensch und Wetter
  • Vom Schweben und Fliegen – wie die Natur es uns lehrt
  • Von Stoffen aller Art – Eigenschaften kennen und nutzen
  • Wir im Universum
  • Robotik und Automation
  • Von den Sinnen des Menschen – wie wir die Welt erleben

Vernetzen

Zusammenfügen, was zusammen gehört. Das geht am besten, indem man Themen in den Vordergrund stellt und keine Fachdisziplinen. Fachunterricht gibt es schließlich auch. 

Beispiel:
Die Armschwinge eines Vogels lässt sich nach biologischen Gesichtspunkten der Angepasstheit betrachten, zeichnen, analysieren, aber auch nach physikalischen, z.B. Strömungseigenschaften im Windkanal. Warum sollten diese Aspekte, eventuell sogar um Schuljahre zeitversetzt, in zwei oder drei verschiedenen Unterrichtsfächern behandelt werden?

Unterrichtsformen erweitern

Schüler/innen "machen lassen". Unter Anleitung und Einhaltung von Spiel - und Sicherheitsregeln können die Kinder probieren, optimieren, Erfahrungen sammeln. Zusammenfassen, strukturieren und inhaltlich kontextuieren liegt –  vor allem in den unteren Klassen – immer noch in den Händen der Lehrenden. Die Kinder werden kindgemäß behandelt, gefordert, aber nicht überfordert.

Naturwissenschaften "üben"

Fragen und beobachten, Hypothesen bilden, experimentieren nach Versuch und Irrtum, genau hinsehen und protokollieren, messen, zeichnen und konstruieren: Hinführung zu Deduktion und Modellbildung.

Philosophisch-Theologisches Forum

Das PTF gilt als "Besondere Lernleistung" in der Kursstufe und

 

  • ist ein Methodenkurs mit Rahmenthema, geprägt von größtmöglicher Offenheit
  • gibt eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben
  • basiert stark auf Eigenverantwortlichkeit und Selbststeuerung
  • hat ein Team von Fachlehrern als Leitung und je nach Bedarf und Komplexität des gewählten Themas enge oder lockere Betreuung
  • setzt Prozesse der Ideenfindung und Konzeptgestaltung in Gang
  • verlangt eine komplexere Arbeit nach wissenschaftlichen Maßstäben
  • ermöglicht eine schrittweise Einübung des Präsentierens
  • bietet neue Formen der Leistungsnachweise wie Werkstattbuch, Präsentation oder Kolloquium
  • beinhaltet für alle Schülerinnen und Schüler eine Einführung in philosophisches Denken


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