, 02.05.2018

Deutsch-französischer Schüleraustausch 2018

Austausch mit dem Collège Jean XXIII Mulhouse

 

Mit Tränen in den Augen verabschiedeten wir unsere französischen Austauschpartner und Kollegen am Freitag, den 20. April 2018, nach einer sehr intensiven Zeit der deutsch-französischen Begegnung von insgesamt 12 Tagen. Am Montag, den 09. April war eine kleine Delegation des AMGs mit insgesamt 11 Schülern (3 mutige Jungs und 8 Mädchen) aus den Klassen 8b und 8c und den beiden Begleitlehrerinnen Frau Sigmund-Piehler und Frau Scholten mit dem Zug in Richtung Mulhouse aufgebrochen. Nachdem wir gut bis Basel durchgekommen waren, zeigte die Tafel für unseren Anschlusszug nach Mulhouse erst mal das Wort  “annulé“ : Entgegen den Angaben der DB war unser Zug einem landesweiten französischen Streiktag zum Opfer gefallen. Freundlichen schweizer Bahnbeamten gelang es jedoch, uns auf einen TGV umzubuchen. Erste Lektion gelernt: Streiken wird in Frankreich sehr ernst genommen!

Am Bahnhof von Mulhouse wurden wir von der Schulleiterin des Collège Jean XXIII freundlich in Empfang genommen und schon stand auch ein kleines Stadtspiel („jeu de piste“) kreuz und quer durch Mulhouse auf dem Programm. Müde und durstig kamen wir schließlich am Collège an, wo wir zum ersten Mal unseren französischen Austauschpartnern gegenüberstanden. „Salut, je m´appelle Anna et je suis la correspondante de Chloé…“ - auf diese Weise fand schließlich jeder seine Gastfamilie und schon entwickelten sich bei Knabbereien und Getränken die ersten lustigen Unterhaltungen. Am nächsten Tag trafen wir uns im Collège, um den Schulalltag der Franzosen kennenzulernen. Streng geht es zu am französischen Collège, die Unterrichtsstunden dauern 55 Minuten und der Schultag endet meist erst gegen 16 Uhr 30. Es gibt die „surveillants“ mit Trillerpfeifen und bei Bauchschmerzen geht man zur schuleigenen „Infirmière“.

Mulhouse hat an Museen sehr viel zu bieten und laut unserer deutschen Schüler „ließen wir auch keines aus!!!“: La Cité du train, le Musée de l´automobile, L´Electropolis et le Musée de l´impression sur étoffe, ein sehenswertes Museum über die Geschichte des Stoffdruckes, in dem gezeigt wird, dass Mulhouse schon sehr früh ein bedeutendes industrielles Zentrum war. Der Höhepunkt unserer Besichtigungen aber war sicherlich der Ausflug auf den Vieil Armand – dem Hartmanswillerkopf in den Vogesen. Einst grausamer Schauplatz erbitterter Schützengräbenkämpfe zwischen Deutschen und Franzosen im 1. Weltkrieg, ist der Hartmannswillerkopf heute ein bewegender Ort der Aussöhnung und Begegnung. Wenn Deutsche und Franzosen heute in den alten Schützengräben gemeinsam Picknick machen, Spaß haben und es viel zu lachen gibt, dann ist das genau der Moment, in dem man weiß, warum deutsch-französische Austauschprogramme Sinn machen. Wir durften auch das erst im vergangenen Jahr von Macron und Steinmeier gemeinsam eröffnete  „Historial du Vieil Armand“ besichtigen, einem sehr gelungenen Ausstellungsort zur Geschichte des 1.Weltkrieges. Sowohl den deutschen als auch den französischen Schülern machte es jedoch sichtlich mehr Freude, sich auf den eigentlichen Kriegsschauplatz und in die Schützengräben und Unterstände zu begeben.

Nachdem wir viel in und um Mulhouse herum erlebt hatten, ging es am Freitag, den 13. April, gemeinsam mit unseren französischen Austauschpartnern mit dem Bus kreuz und quer durch den Schwarzwald richtung Stuttgart. Die Stimmung im Bus war ausgezeichnet, es wurde französisch gerappt, deutsch gesungen, gemeinsam gelacht und vieles mehr. Als das erste Stadtschild von Stuttgart passiert war, stieg bei den französischen Gästen die Spannung immer mehr, bis sie schließlich am AMG von ihren deutschen Austauschfamilien mit ins Wochenende genommen wurden. Alle Familien hatten sich für Sonntag ein gemeinsames Ausflugsziel zur großen Freude aller überlegt: Tripsdrill!

Auch wir bemühten uns, den französischen Gästen unsere Schule und unsere Stadt Stuttgart vorzustellen: Spaziergang durch Stuttgart und Haus der Geschichte, Mercedes Benz  Museum, Ausflug in die Wilhelma, Stuttgart 21 und Stuttgarter Flughafen. Das Wetter war grandios und so wurde unser Tagesausflug in den Waldseilgarten Schwäbisch Gmünd der Hit. Nach einer ausführlichen Einführung ins Klettern mit allen erdenklichen Sicherheitshinweisen auf Deutsch und Französisch durften wir uns in die Gmünder Baumwipfel wagen. Was für ein Johlen, Rufen und Lachen im herrlichen Sommerwald. Als die Franzosen den Warnruf „Bahn frei!“ kurzerhand in „Bein frei“ umwandelten, gab es kein Halten mehr auf der Seilbahn – alles ist erlaubt beim deutsch-französischen Schüleraustausch. Etwas wehmütig schauen wir deutschen Begleitlehrer nun auf die vielen schönen Austauschjahre zurück, geht unser langjähriger französischer Kollege M. Martin doch nun in den Ruhestand und die Zukunft des Austauschprogramms steht noch in den Sternen.  

Heike Sigmund-Piehler

 

 

 

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