Mensa to go

Als Mitte März der Präsenzunterricht in der Schule eingestellt wurde, mussten viele neue Möglichkeiten gefunden werden, um Lernen, Austausch und Zusammenarbeit neu zu organisieren. Erstaunlich schnell gab es viele gute Ideen, die in der Praxis umgesetzt wurden und neue kreative Wege des Unterrichtens und Arbeitens, die erprobt wurden.

Michael Weber, Leiter unseres Ganztagsbereichs und unser Küchenteam um Olaf Czochara haben sich überlegt, wie auch unter Krisenbedingungen eine Mittagsverpflegung angeboten werden kann. Sie wollten den Schülerinnen und Schülern weiterhin ein warmes Mittagessen anbieten, auch wenn diese nicht in der Schule vor Ort sein konnten. So entstand die Idee zur „Mensa to go“. Das Mittagessen kann in der Schule abgeholt werden und auch eine Portion für ihre Eltern und Geschwister bestellt werden.

„Wir wollten auch in dieser schwierigen Zeit ein Essen für unsere Schüler anbieten. Gerade jetzt ist es wichtig, ihnen zu zeigen, dass wir da sind und keine Angst haben“, erklärt Olaf Czochara die Motivation seines Küchenteams. Anfang Mai lief das Angebot an und gleich zu Beginn gingen täglich ca. 100 Essen über die Theke. „Zu dieser Zeit ist es für viele schwer, regelmäßig zu kochen, da ist es gut, dass sich Familien bei der Schule was zu essen holen können“, erzählt eine Schülerin der 10. Klasse. „Das to-go-Angebot unserer Mensa fand ich sehr gut“, ergänzt eine Siebtklässlerin: „Das Essen hat immer sehr gut geschmeckt. Besonders gut hat mir gefallen, dass man eigene Tupperdosen mitbringen konnte. Diese wurden dann gereinigt und anschließend mit Essen befüllt. Die Portionen waren auf den ersten Blick sehr klein, haben dann aber immer gut gereicht. Auch für meine Eltern war es eine große Erleichterung, da sie nicht jeden Tag kochen mussten.“

Inzwischen kommen die Klassen im Wechsel für drei Stunden am Vormittag oder am Nachmittag in die Schule. Vor oder nach dem Unterricht können die Schüler die Mensa besuchen. Neben dem to-go-Angebot kann mittlerweile auch wieder vor Ort gegessen werden. Die Atmosphäre in der Mensa ist angenehm entspannt. Händedesinfektion vor dem Eintritt und einige weitere Änderungen sind zu beachten. Doch drinnen im Speisesaal geht es ruhig und gelassen zu. Inzwischen werden rund 150 Essen verkauft. In der Mensa gibt es wegen der Abstandsregeln genügend Platz für eine ruhige Pause.

Michael Weber und das Küchenteam freuen sich, wie gut das Angebot ankommt – nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei ihren Eltern. Sie schicken Grüße und loben, wie gut die Lage in der Schule gemanagt wird. Und auch die Lehrkräfte profitieren von der „Mensa to go“, denn sie können nach dem Unterricht ihre mitgebrachten Dosen in der Mensa über die Theke reichen und bekommen ein leckeres Mittagessen für die ganze Familie von Olaf Czochara serviert. „Ich bin sehr glücklich, dass es dieses Angebot gibt, denn ich bin selbst eine berufstätige Mutter zweier Kinder, die sich gerade im Homeschooling befinden. Das erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Coronazeiten. Der Service verläuft reibungslos, die Portionen sind immer ausreichend und die Essensqualität ist trotz längerer Aufbewahrung top!“, freut sich eine Kollegin.

Für die Schüler hält der Ganztagsbereich nach dem Mittagessen auch Freizeitangebote bereit, die ebenfalls den aktuellen Umständen angepasst wurden. Viele AGs finden online statt: Die Schach-AG trifft sich – na klar! Aber auch die Hühner und Schafe werden weiterhin versorgt. Online vereinbaren die AG-Teilnehmer miteinander, wer an welchem Tag nach den Tieren schaut und sich um sie kümmert.

Die Pandemie und die Präventionsmaßnahmen fordern das AMG besonders heraus. Doch es gibt viel gute Ideen, die in diesen Tagen geboren werden.  

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