Schulsanitätsdienst am AMG

Im Dienst für Mitschüler, Lehrer und Personal

Seit dem Schuljahr 2006/07 gibt es am AMG eine neue AG: Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst (SSD).

Im Rahmen des Schulkonzepts für die Mittelstufe „Soziales AMG“ engagieren sich Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse in der Ersten Hilfe. Langfristig soll aus der AG ein Schulsanitätsdienst erwachsen. Zum Schuljahr 2007/2008 übernahmen die Schülerinnen und Schüler, die im letzten Schuljahr ausgebildet wurden, den Schulsanitätsdienst und sind nun regelmäßig für ihre Mitschüler, Lehrer und das Personal am AMG da und leisten Erste Hilfe.

Jährlich verunglücken ca. 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Deutschland im Schulalltag. Besonders im Schulsport und in den Pausen ereignen sich zahlreiche Unfälle. Ein SSD vor Ort macht es sich zur Aufgabe, in kompetenter Weise Erste Hilfe zu leisten. Ereignet sich ein Unfall, werden die in Erster Hilfe ausgebildeten Schülerinnen und Schüler unverzüglich verständigt. Diese übernehmen die Erstversorgung und leiten weitere Maßnahmen ein, z.B. die Verständigung des professionellen Rettungsdienstes.

Im Handbuch des Arbeiter Samariter Bundes (ASB) heißt es zum Thema SSD: „Die Mitarbeit im SSD steigert das Verantwortungsbewusstsein, die Persönlichkeitsentwicklung und Kompetenz der beteiligten Schülerinnen und Schüler. Der SSD bietet eine sinnvolle Freizeitgestaltung, erweitert das Schulangebot und führt junge Menschen an soziale Aufgabenfelder heran. Helfen wird als Wert sozialen Zusammenleben erfahren und verbessert als Vorbildfunktion und bewussteres Handeln das soziale Klima an der Schule.“ (Im Einsatz, 11.Jhg., Dezember 2004, S. 34)

Am AMG sind zwei Kolleginnen (Frau Fischer und Frau Fries) in der Ersten Hilfe ausgebildet worden und leiten nun die Erste Hilfe AG und den SSD.

Kurs I

Mit einer männlichen Überzahl von acht Schülern und nur drei Schülerinnen begannen Frau Fischer und Frau Fries am Anfang des Schuljahres 2006/2007 ihren Erste-Hilfe-Kurs.

Viele Verbrennungen, Wiederbelebungsversuche, Platzwunden und Autounfälle später, bei denen glücklicherweise niemand ernstlich verletzte wurde (abgesehen von einem Weltatlas, dem jetzt der Einband fehlt), standen wir kurz vor den Osterferien vor unseren Prüfungen. Es wurden Zweier- und Dreiergruppen gebildet, die dann nacheinander eine gestellte Situation vorfanden, auf die sie entsprechend reagieren sollten. Zwar passierten einige Missgeschicke, aber alles in allem glückten die Rettungsaktionen und wir bestanden alle „mit Erfolg“ (woran wir bei einigen vorher Zweifel gehabt hatten).

Am Ostergottesdienst erhielten wir dann endlich unsere Zertifikate, die uns auch erlauben beim Erwerb des Führerscheins auf den Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen" zu verzichten.

Am "Tag der Offenen Tür am AMG" im Dezember 2006 haben wir unser Können unter Beweis gestellt und Eltern, Lehrer, Schüler und sonstige Interessierte in die stabile Seitenlage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung eingewiesen.

Es war eine sehr schöne und vor allem lustige Zeit!!!
(verfasst von Ramona, Heike und Miriam)

 

Kurs II

In der halbjährigen Erste-Hilfe-Ausbildung haben wir gelernt, wie man verletzte Personen betreut, erste Hilfe leistet und den Rettungsdienst verständigt. Der Erste-Hilfe-Stoff wurde sehr verständlich erklärt und ausreichend geübt.

Die Stimmung war eigentlich immer locker und lustig, jedoch wurde der Stoff nie vernachlässigt. Von Herrn Fries, dem Ehemann von Frau Fries , der bei den Johannitern ehrenamtlich tätig ist, haben wir sehr viel gelernt, denn er konnte uns Beispiele aus dem realen Leben geben und die Handlungsweise gut erklären.

In dem Kurs haben wir auch oft Medienunterstützung genossen, denn wir haben den Overheadprojektor, das Fernsehgerät sowie die Audioanlage genutzt. Einmal waren wir sogar im Computerraum der Schule und haben die Homepage des Deutschen Roten Kreuzes erforscht und ein Computerspiel, welches das reale Leben symbolisiert durchgezockt.

Der Höhepunkt der gesamten Ausbildung war die Besichtigung der Integrierten Leitstelle von Feuerwehr und Rotem Kreuz in Stuttgart-Bad Cannstatt, wo wir den professionellen Disponenten bei ihren gesamten Arbeitsschritten über die Schulter schauen durften.

(verfasst von Patrik und Marvin)

 

Besuch der Rettungsleitstelle in Stuttgart im März 2007

Am 28 März diesen Jahres, brach die Erste-Hilfe-AG auf, um die Integrierte (Rettungs-)Leitstelle in Stuttgart (ILS) zu besichtigen. Die ILS wurde pünktlich zur Fußball-WM 2006 in Betrieb genommen.

Als wir an der Rettungsleitstelle angekommen waren, die sich nahe dem Cannstatter Wasen befindet, wurden wir bereits erwartet. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ersten Stellvertretenden Leiter, Herrn Michael Weisbach, wurden wir von einem Rettungsassistenten durch das Gebäude geführt.

Man begleitete uns in die Telefonzentrale, die sich auf einem sehr hohen technischen Niveau befindet. „Deutschlands größte Medienwand“, Computer- und Telefonanlagen erleichtern den Alltag des Rettungsdienstpersonals. Dort wurde uns demonstriert, wie die Anrufe bzw. Notrufe angenommen, bearbeitet und weitergeleitet werden. Da die Leitstelle in Stuttgart eine integrierte Leitstelle ist, werden von dort Rettungsdienst und Feuerwehreinsätze koordiniert.

Nach circa einer Stunde beendeten wir unsere Führung und fuhren mit neune Erkenntnissen über die Arbeit der "Lebensretter" nach Hause.

Seit dem 9.10.2007 ist der SSD in jeder zweiten großen Pause im Krankenzimmer und versorgt alle, die Hilfe brauchen. Die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler arbeiten als Dreier-Team und sind natürlich auch außerhalb der Dienstzeiten im Notfall erreichbar und bereit, zu helfen.

Auch im Schuljahr 2007/2008 werden wieder „neue“ Ersthelfer aus den neunten Klassen ausgebildet. Der Kurs hat bereits begonnen und wird voraussichtlich im März mit einer Prüfung beendet sein. Die Neuausgebildeten werden dann ihren Dienst innerhalb des SSD leisten.

Das SSD-Team