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AMG und EU: Planspiele an der
Schule
Hautnah hat die Klasse 10a des
Albertus-Magnus-Gymnasiums in Stuttgart-Sommerrain EU-Politik erlebt. Die
Klasse nahm am 1.12.2009 an einem von der Landeszentrale für politische
Bildung Baden-Württemberg finanzierten Planspiel teil. Anna Sitnikova von
der Landeszentrale leitete das Simulationsspiel
auf Anregung der Gemeinschaftskundelehrerin Regina Fries an.
Die Schülerinnen und Schüler sollten einen Einblick in die
Entscheidungsfindungsprozesse der Europäischen Union erhalten. Hierzu
schlüpften sie in die Rollen von EU-Parlamentariern, in die Rolle der
EU-Minister einzelner Länder, in die der Kommissionsmitglieder und in die
von Lobbyisten. Es sollte eine gemeinsame
Richtlinie für einen EU-weit gültigen Führerschein erarbeitet werden.
Nach einer kurzen Einführung, in der deutlich
wurde, wie und wo genau die Bürger Entscheidungen aus Brüssel und Straßburg
betreffen, erarbeiteten die Schüler ihre jeweiligen Positionen.
Anschließend wurde der Prozess der Entscheidungsfindung von Parlament,
Kommission und Ministerrat simuliert. Lautstark wurde um die Durchsetzung
der jeweiligen Länderinteressen gerungen, die Fraktionen wollten ihre
Position durchsetzen und die Lobbyisten versuchten Einfluss auf den ganzen
Entscheidungsprozess zu nehmen. Am Ende musste gar der
Vermittlungsausschuss zusammentreten.
Es wurde deutlich, wie mühsam, arbeitsintensiv und
zeitaufwendig die Arbeit in Brüssel und Straßburg zur Findung von
Kompromissen im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses ist.
Die Schülerinnen und Schüler bekamen hier einen
kleinen Vorgeschmack auf die „große Politik“ und nahmen begeistert an
diesem abwechslungsreichen Schultag teil.
Übrigens: Die Verhandlungspartner der Klasse 10a haben
sich auf einen Kompromissvorschlag geeinigt: Ein Fingerabdruck zur Identifikation des Fahrers,
Gesundheitschecks, Erneuerung des Fotos alle 20 Jahre und eine
verpflichtende Fortbildung für Autofahrer über 60 Jahre incl. kleiner
Abschlussüberprüfung.
Regina Fries
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