Berlinfahrt vom 28.10 - 1.11.2007

Trotz der Tatsache dass wir alle überzeugt waren, dass Stuttgart viel schöner als Berlin ist, haben wir uns mit unseren beiden kompetenten Lehrerinnen Frau Künne & Frau Schwelling aufgemacht die Bundeshauptstadt zu erkunden. Um sicher zu stellen, dass auch jeder von unserer Reise erfährt, war unser erster Termin im Studio bei Anne Will. An den folgenden Tagen kämpften wir uns durch ausgewählte Ministerien. Franz Müntefering nahm sich in seinem Ministerium eine gute Stunde Zeit um uns ausführlich Rede und Antwort zu stehen.

Nach einem trockenen „Vortrag“ beim Rat für nachhaltige Entwicklung steigerte sich unsere Aufmerksamkeit am frühen Abend bei einem interessanten Gespräch im Auswärtigen Amt. Nach diesem anstrengenden Tag schonten wir unsere Füße bei dem Film: "Das Leben der anderen". Nach einem Frühstück mitten in der Nacht machten wir uns auf dem Weg ins Regierungsviertel zum Bundesrat. Auf eine interessante Führung folgte ein Planspiel, in welchem die Gruppe selbst in die Rolle des Bundesrates schlüpfte.

Als nächstes stand ein Besuch im Reichstag bevor, dessen Kuppel wir nun, nachdem wir sie schon von fern betrachtet hatten, endlich auch aus der Nähe bewundern konnten.

Aufgrund der Tatsache, dass sich Frau Merkel im Ausland aufhielt, erklärten wir uns bereit, uns des Kanzleramtes anzunehmen. Behindert wurde unser Wirken lediglich durch aufmerksames Wachpersonal sowie eine inkompetente Führerin. Den Abend nutzten wir, um Berlin auf unterschiedlichste Weise kennen zu lernen. Das Highlight im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung war definitiv der Ausblick über Berlin. Der viel diskutierte Stadtteil Berlin-Kreuzberg wurde uns nach einem traditionellen türkischen Essen (nicht Döner!) von zwei dort Aufgewachsenen näher gebracht. Ein großer Teil der Gruppe nutzte den freien Abend, um sich das Musical "Tanz der Vampire" anzusehen. Highlight der Damen war der Auftritt von Alexander K. Zu guter Letzt besuchten wir die Gedenkstätte Hohenschönhausen, ein ehemaliges Stasi-Gefängnis. Geführt durch zwei Zeitzeugen konnten wir uns ein gutes Bild vom Terror und den brutalen uns alle erschreckenden Verhörmethoden des Stasi-Staates machen.

Alles in allem können wir von uns behaupten, in wenigen Tagen die vielen verschiedenen Gesichter Berlins entdeckt zu haben, und sind uns sicher, viele Denkanstöße mitgenommen zu haben.